— Glossar

Netzausbau

Erweiterung und Verstärkung der Stromnetze, um wachsende Mengen erneuerbaren Stroms zu transportieren.

Netzausbau bezeichnet die Erweiterung, Verstärkung und Modernisierung der Stromnetze, um den steigenden Transport- und Verteilbedarf der Energiewende zu decken. Da Onshore-Windkraft und Offshore-Windkraft vorwiegend im Norden erzeugt, der Strom aber im Süden und Westen gebraucht wird, sind neue Leitungen auf allen Spannungsebenen erforderlich.

Im Übertragungsnetz stehen große Gleichstromtrassen (HGÜ) im Fokus, im Verteilnetz der Ausbau für dezentrale Einspeisung und neue Lasten wie Ladeinfrastruktur und Wärmepumpen. Der Bedarf wird über den Netzentwicklungsplan und das Bundesbedarfsplangesetz ermittelt und verbindlich festgelegt.

Verzögerungen beim Netzausbau sind eine zentrale Ursache für Netzengpässe und teuren Redispatch. Solange Leitungen fehlen, gewinnen netzdienliche Flexibilitäten wie Batteriespeicher (BESS), Lastmanagement und Power-to-X an Bedeutung, weil sie Erzeugung und Verbrauch lokal entkoppeln können.

Begriffserklärungen zur allgemeinen Information — keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung. Verbindliche Bewertungen erfordern Einzelfallprüfung.

Alle Begriffe im Glossar