Offshore-Windkraft
Stromerzeugung durch Windenergieanlagen auf See, meist in Nord- und Ostsee.
Offshore-Windkraft bezeichnet Windenergieanlagen, die auf See errichtet werden – in Deutschland vor allem in Nord- und Ostsee. Auf See wehen Winde stärker und gleichmäßiger als an Land, weshalb Offshore-Anlagen sehr hohe Volllaststunden von oft über 4.000 Stunden im Jahr erreichen und damit nahezu grundlastfähigen Beitrag liefern.
Die Anlagen sind technisch deutlich aufwendiger: Fundamente im Meeresboden, salzwasserfeste Komponenten, eigene Umspannplattformen und teils Hunderte Kilometer lange Seekabel zur Netzanbindung an Land machen Offshore-Projekte kapitalintensiv. Die Anbindung an das Übertragungsnetz wird zentral geplant.
Die Vergabe der Flächen erfolgt über zentrale Ausschreibungen der Bundesnetzagentur auf Basis des Flächenentwicklungsplans. Zunehmend wird Offshore-Strom über langfristige Power Purchase Agreement (PPA) direkt an Industrieabnehmer vermarktet und für die Erzeugung von grünem Wasserstoff/Elektrolyse genutzt.
Begriffserklärungen zur allgemeinen Information — keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung. Verbindliche Bewertungen erfordern Einzelfallprüfung.