— Glossar

Volllaststunden

Rechnerische Stundenzahl, die eine Anlage bei Nennleistung laufen müsste, um ihre Jahresenergie zu erzeugen.

Volllaststunden (auch Vollbenutzungsstunden) sind eine Kennzahl, die angibt, wie viele Stunden eine Erzeugungsanlage theoretisch unter Nennleistung laufen müsste, um die tatsächlich im Jahr produzierte Energiemenge zu erzeugen. Sie ergeben sich aus der Jahresenergie geteilt durch die installierte Leistung.

Die Volllaststunden unterscheiden sich stark je Technologie und Standort: PV-Freiflächenanlagen in Deutschland erreichen grob rund 900 bis 1.100 Stunden, Onshore-Windkraftanlagen je nach Standort etwa 1.800 bis 3.000 Stunden und Offshore-Windkraftanlagen oft über 4.000 Stunden – bei 8.760 Gesamtstunden eines Jahres.

Die Kennzahl ist zentral für Ertragsprognose und Wirtschaftlichkeit: Sie verknüpft die installierte Leistung (kWp/MWp) mit der erzeugten Energiemenge und damit mit den erwarteten Erlösen aus Marktprämie, Direktvermarktung oder Power Purchase Agreement (PPA).

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