— Glossar

Übertragungsnetz

Höchstspannungsnetz, das Strom über große Entfernungen zwischen Regionen transportiert.

Das Übertragungsnetz ist das Rückgrat der Stromversorgung: Es transportiert elektrische Energie auf der Höchstspannungsebene (220 und 380 Kilovolt) über große Entfernungen, etwa von windreichen Erzeugungsregionen im Norden zu den Verbrauchszentren im Süden und Westen. Betrieben wird es in Deutschland von vier Übertragungsnetzbetreibern.

Die Übertragungsnetzbetreiber sind für die Systemstabilität verantwortlich: Sie halten die Netzfrequenz, beschaffen Regelleistung/Regelenergie und greifen über Redispatch in den Kraftwerkseinsatz ein, wenn Leitungen überlastet sind. Vom Übertragungsnetz wird der Strom an die regionalen Verteilnetze übergeben.

Der für die Energiewende notwendige Netzausbau betrifft besonders das Übertragungsnetz, etwa über große Gleichstromtrassen (HGÜ) wie SuedLink. Verzögerungen beim Ausbau sind eine Hauptursache für teuren Redispatch und für die Diskussion um Strompreiszonen.

Begriffserklärungen zur allgemeinen Information — keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung. Verbindliche Bewertungen erfordern Einzelfallprüfung.

Verwandte Begriffe

Alle Begriffe im Glossar