Direktvermarktung
Direktvermarktung bezeichnet den Verkauf von Strom aus Erneuerbare-Energien-Anlagen oder Speichern direkt an der Strombörse beziehungsweise am Strommarkt – über einen Direktvermarkter, statt über eine feste Einspeisevergütung. Der erzeugte oder gespeicherte Strom wird dort vermarktet, wo er den höchsten Erlös bringt.
In Deutschland ist die Direktvermarktung für größere EE-Anlagen der Regelfall. Im Modell der gleitenden Marktprämie verkauft ein Direktvermarkter den Strom an der Börse und gleicht die Differenz zum gesetzlich anzulegenden Wert über die Marktprämie aus. Der Anlagenbetreiber erhält so eine kalkulierbare Vergütung und partizipiert zugleich an guten Marktpreisen. Daneben gibt es die sonstige Direktvermarktung (vollständig marktbasiert, ohne Förderung), die mit steigenden Marktwerten und PPA-Modellen an Bedeutung gewinnt.
Für Batteriespeicher ist Direktvermarktung ein zentraler Erlöskanal: Ein BESS kann günstig Strom einspeichern und in teuren Stunden über den Direktvermarkter verkaufen (Arbitrage am Day-Ahead- und Intraday-Markt). Die Vermarktung erfolgt häufig automatisiert über einen Optimierer/Aggregator, der Marktpreise prognostiziert und den Speichereinsatz danach steuert.
Direktvermarktung ist damit ein Baustein des Erlösstapels (Multi-Use) und greift mit netzdienlichen Funktionen wie Redispatch und Regelleistung ineinander. Flurkraft denkt diese Vermarktung von Beginn an mit – damit aus der Fläche nicht nur Anlagen, sondern tragfähige Geschäftsmodelle entstehen.
Begriffserklärungen zur allgemeinen Information — keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung. Verbindliche Bewertungen erfordern Einzelfallprüfung.