BESS (Batteriespeicher)
Ein BESS (Battery Energy Storage System) ist ein Großbatteriespeicher, der elektrische Energie aufnimmt, zwischenspeichert und bei Bedarf wieder ins Netz oder an einen Verbraucher abgibt. Er macht Strommengen zeitlich verschiebbar und entkoppelt so Erzeugung und Verbrauch.
Technisch besteht ein BESS aus Batteriemodulen (heute überwiegend Lithium-Eisenphosphat, LFP), einem Wechselrichter (PCS) für die Umwandlung zwischen Gleich- und Wechselstrom, einem Batteriemanagementsystem sowie der Anbindung an das Stromnetz oder eine Anlage. Kenngrößen sind die Leistung in Megawatt (MW, wie schnell ein- und ausgespeichert wird) und die Kapazität in Megawattstunden (MWh, wie viel Energie gespeichert wird); das Verhältnis beider (C-Rate) bestimmt die Einsatzfelder.
BESS erfüllen mehrere Funktionen zugleich: Sie glätten Lastspitzen (siehe Spitzenlastkappung), stabilisieren die Netzfrequenz über Regelleistung, verschieben günstig eingekauften Strom in teure Stunden (Arbitrage) und puffern schwankende Erzeugung aus Wind und Photovoltaik. Diese Mehrfachnutzung wird im Erlösstapel (Multi-Use) gebündelt.
Für die Flächenentwicklung ist BESS doppelt relevant: Speicher gelten im Energiewirtschaftsgesetz als Vorhaben im überragenden öffentlichen Interesse, und seit Anfang 2026 sind bestimmte Batteriespeicher im Außenbereich nach §35 BauGB privilegiert. Flurkraft entwickelt BESS-Standorte von der Fläche bis zum schlüsselfertigen Speicher – die Kraft aus der Fläche.
Begriffserklärungen zur allgemeinen Information — keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung. Verbindliche Bewertungen erfordern Einzelfallprüfung.