Lastmanagement Ladeinfrastruktur
Intelligente Verteilung der verfügbaren Anschlussleistung auf mehrere Ladepunkte eines Standorts.
Lastmanagement in der Ladeinfrastruktur bezeichnet die intelligente Steuerung mehrerer Ladepunkte an einem Standort, damit die Summe der Ladeleistungen die verfügbare Anschlussleistung nie überschreitet. Statt jeden Punkt mit voller Leistung zu betreiben, wird die verfügbare Leistung dynamisch auf die aktiv ladenden Fahrzeuge verteilt.
Das vermeidet teure Lastspitzen (Spitzenlast) und damit hohe Netzentgelte, und es macht eine Überdimensionierung des Netzanschluss/Netzverknüpfungspunkts überflüssig. Statisches Lastmanagement arbeitet mit festen Obergrenzen, dynamisches Lastmanagement bezieht zusätzlich den übrigen Gebäudeverbrauch in Echtzeit ein.
In anspruchsvollen Ladeparks – besonders bei HPC-Schnellladen und Megawatt Charging System (MCS) – wird das Lastmanagement um einen Batteriespeicher (BESS) und lokale Photovoltaik ergänzt. So lassen sich Netzbezugsspitzen kappen und der Anteil selbst erzeugten Stroms am Ladevorgang erhöhen.
Begriffserklärungen zur allgemeinen Information — keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung. Verbindliche Bewertungen erfordern Einzelfallprüfung.