Freiflächen-Photovoltaik
Bodenmontierte PV-Großanlagen auf landwirtschaftlichen, gewerblichen oder Konversionsflächen statt auf Dächern.
Freiflächen-Photovoltaik (Freiflächen-PV oder FFPV) bezeichnet großflächige Solarparks, deren Module auf Gestellen direkt auf dem Boden montiert werden. Sie erreichen typischerweise Leistungen von mehreren Megawattpeak (kWp/MWp) und sind dank Skaleneffekten deutlich kostengünstiger pro Kilowattpeak als kleine Aufdachanlagen.
Für die Flächenakquise sind insbesondere benachteiligte landwirtschaftliche Gebiete, Konversionsflächen sowie Randstreifen entlang von Autobahnen und Schienen (sogenannte Seitenrandstreifen) relevant, da diese im EEG privilegiert sind. Die Sicherung geeigneter Flächen mit gutem Netzanschluss/Netzverknüpfungspunkt ist der zentrale Engpass der Projektierung.
Die Vergütung erfolgt über Ausschreibungen der Bundesnetzagentur oder zunehmend über langfristige Stromlieferverträge (Power Purchase Agreement (PPA)). In Kombination mit Batteriespeicher (BESS) entstehen Hybridparks, die Erzeugungsspitzen glätten und Netzentgelte sowie Redispatch reduzieren können.
Begriffserklärungen zur allgemeinen Information — keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung. Verbindliche Bewertungen erfordern Einzelfallprüfung.