— Glossar

Bilanzkreis

Virtuelles Energiekonto, in dem Einspeisung und Entnahme eines Marktteilnehmers ausgeglichen werden müssen.

Ein Bilanzkreis ist ein virtuelles Konto im Stromsystem, in dem alle Einspeisungen und Entnahmen eines Marktteilnehmers für jede Viertelstunde zusammengefasst werden. Verantwortlich ist der Bilanzkreisverantwortliche, der dafür sorgen muss, dass geplante Einspeisung und Verbrauch möglichst genau ausgeglichen (bilanziert) sind.

Weicht der Bilanzkreis von der Prognose ab – etwa weil eine PV-Anlage weniger erzeugt als angemeldet – gleicht der Übertragungsnetzbetreiber die Differenz physikalisch mit Regelleistung/Regelenergie aus. Der Verursacher zahlt dafür den Ausgleichsenergiepreis, was Anreize für gute Prognosen setzt.

Bilanzkreise sind das organisatorische Rückgrat der Direktvermarktung: Ein Direktvermarkter führt die Erzeugung vieler Anlagen in einem Bilanzkreis zusammen, gleicht Prognosefehler intern aus und nutzt dafür Flexibilitäten wie Batteriespeicher (BESS) und steuerbare Lasten.

Begriffserklärungen zur allgemeinen Information — keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung. Verbindliche Bewertungen erfordern Einzelfallprüfung.

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