Klimaschutzverträge (CCfD)
Förderverträge, die Mehrkosten klimafreundlicher Industrieprozesse gegenüber fossilen Verfahren über lange Laufzeit ausgleichen.
Klimaschutzverträge – englisch Carbon Contracts for Difference (CCfD) – sind langfristige Förderverträge zwischen Staat und Industrieunternehmen, die die Mehrkosten klimafreundlicher Produktionsverfahren gegenüber konventionellen, fossilen Prozessen ausgleichen. Sie zielen vor allem auf energieintensive Branchen wie Stahl, Chemie und Zement.
Das Prinzip ähnelt der gleitenden Marktprämie: Vereinbart wird ein Differenzbetrag zu einem Referenzwert (etwa dem CO2-Preis). Liegen die Vermeidungskosten über dem Referenzwert, zahlt der Staat die Differenz; fällt der CO2-Preis später hoch genug aus, können Unternehmen Geld zurückzahlen. So wird das Investitionsrisiko langfristiger Dekarbonisierungsprojekte abgesichert.
Für die Energiewende sind CCfD wichtig, weil sie Großverbraucher zum Umstieg auf grünen Wasserstoff/Elektrolyse und erneuerbaren Strom bewegen und damit die Sektorkopplung in der Industrie vorantreiben. Sie werden über Auktionen vergeben.
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