— Glossar

Agri-Photovoltaik

Doppelnutzung einer Fläche für landwirtschaftliche Produktion und Solarstromerzeugung gleichzeitig.

Agri-Photovoltaik (Agri-PV) kombiniert die landwirtschaftliche Nutzung einer Fläche mit der gleichzeitigen Solarstromerzeugung. Die Module werden entweder hoch aufgeständert (sodass Maschinen darunter arbeiten können) oder vertikal/bifazial zwischen den Kulturreihen montiert, sodass der Boden weiterhin als Acker, Grünland oder Sonderkultur dient.

Der Vorteil liegt in der Flächeneffizienz: Statt einer Fläche entweder Nahrungsmittel oder Strom zu entnehmen, leistet Agri-PV beides. Zugleich kann die Teilverschattung Pflanzen vor Hitze, Dürre und Hagel schützen. Die technischen Anforderungen sind in der DIN SPEC 91434 beschrieben.

Für Flurkraft ist Agri-PV besonders relevant, weil sie Flächeneigentümern und Landwirten erlaubt, Pachteinnahmen aus der Energieerzeugung zu erzielen, ohne die landwirtschaftliche Förderfähigkeit der Fläche vollständig zu verlieren. Das EEG sieht eigene Ausschreibungssegmente und Boni für besondere Solaranlagen wie Agri-PV vor.

Begriffserklärungen zur allgemeinen Information — keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung. Verbindliche Bewertungen erfordern Einzelfallprüfung.

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